Ein Spaziergang im Grünen

Ein Spaziergang durch den Wernerwald ist nicht nur im Sommer ein Vergnügen, wenn die Bäume Schatten spenden und die Seerosen am Finkenmoor blühen. Auch im Herbst, wenn sich allmählich die Blätter verfärben, ist es hier sehr schön zu wandern.

Ursprünglich war die Landschaft um Sahlenburg waldlos. Erst durch Anpflanzungen entstanden das Brockeswäldchen und der Wernerwald. Der Wernerwald wurde um die Jahrhundertwende angepflanzt. Er erstreckt sich über eine Fläche von fast 400 ha. Seinen Namen erhielt er nach dem damaligen Amtsverwalter des Amtes Ritzebüttel, Dr. Werner (1869 – 1891), von dem die Initiative ausging, einen Teil der Sahlenburger Heide aufzuforsten. Dr. Werner hat sicherlich nicht geahnt, welches Geschenk er damit dem späteren Nordseebad Cuxhaven-Sahlenburg gemacht hat.

Der Wernerwald ist der einzige Wald in dieser Größe an der gesamten Nordseeküste, der direkt bis zum Wasser reicht.

Er bietet einen herrlichen Kontrast zum Meer und hat das Landschaftsbild Sahlenburgs entscheidend geprägt. Im Wernerwald befindet sich ein weiteres Kleinod Sahlenburgs – das Finkenmoor. Dieser kleine Süßwassersee nahe dem Strande ist im Sommer über und über mit blühenden Seerosen bedeckt.

Viele heimische Wasservogelarten haben hier ihr Brutgebiet. Wer einmal Gelegenheit hatte, das Naturphänomen Ebbe und Flut zu beobachten, den über der See in seiner Intensität ständig wechselnden wolkenverhangenen Himmel zu erleben, in der abendlichen Dämmerung am Strand das Schauspiel eines Sonnenuntergangs zu genießen und dazu noch in der von See kommenden leichten Brise das Plätschern des Wassers und das Rauschen der Baumwipfel des Wernerwaldes zu vernehmen, dem wird Sahlenburg unvergessen bleiben.